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Projektversuche

Zur Entwicklung von Umsetzungskonzepten für gut begleitete Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule werden ab dem Schul- bzw. Kindergartenjahr 2013/14 Modellprojekte zur umfassenden Sprachförderung in allen Bundesländern durchgeführt.
Der bundesweit gültige BildungsRahmenPlan für elementare Bildungseinrichtungen bildet die Ausgangsbasis für Beobachtungsaufzeichnungen in der Volksschule: Für jedes Kind wird vom Kindergarten ein Kompetenzportfolio, das auf die im Bildungsrahmenplan ausgewiesenen Kompetenzbereiche Bezug nimmt, erstellt. Dieses wird von den Erziehungsberechtigten bei der Schülereinschreibung in der Schule vorgelegt.
Am Beginn der Grundstufe I gibt es eine Beobachtungsphase für jedes Kind auf Basis derer und unter Berücksichtigung der Einschätzungen des Kindergartens eine Entwicklungsdiagnose und ein daraus abgeleiteter individueller Entwicklungsplan erstellt wird.

Eckpunkte für den Ablauf eines solchen begleiteten Übergangs:

  • Kontakte zwischen Kindergarten und Grundschule werden durch diverse Kooperationen einzelner Gruppen und PädagogInnen gefördert und verstärkt.
  • Spätestens im letzten Kindergartenjahr, vorbereitend auf die Schülereinschreibung, wird seitens des Kindergartens das individuelle Kompetenzportfolio erstellt (Grundlage dafür ist der auf Grund der 15a-Vereinbarung geltende BildungsRahmenPlan).
  • Das Kompetenzportfolio wird von den Eltern im Rahmen der Schülereinschreibung an die Schule übergeben.
  • Die Schülereinschreibung findet nach Möglichkeit in Gruppen statt.
  • Die Gruppen der Schülereinschreibung werden von PädagogInnen mit unterschiedlichen Ausbildungsschwerpunkten begleitet.
  • Ab Schulbeginn werden die Kinder in einem Zeitraum von 6-8 Wochen von den PädagogInnen im Schulalltag beobachtet.
  • Das Kompetenzportfolio aus dem Kindergarten bildet die Grundlage für den individuellen Entwicklungsplan jedes Kindes, welcher von den GrundschulpädagogInnen erstellt wird.
  • Im Laufe des Beobachtungszeitraumes werden die benötigten Förderangebote für jedes Kind individuell erstellt, wobei darauf geachtet wird, dass die Sprachförderangebote auf Kompetenzorientierung ausgerichtet sind.
  • SchülerInnen mit Sprachförderbedarf können für spezielle Sprachförderkurse in Gruppen temporär zusammengefasst werden, Ziel ist dabei allerdings immer die baldige Rückführung in die ursprüngliche Unterrichtsgruppegruppe/Klasse. Es steht dabei das Bemühen im Vordergrund, Kinder möglichst nur vorübergehend in getrennten Gruppen zu fördern.
  • Der individuelle Entwicklungsplan jeder Schülerin und jedes Schülers bildet den Förderbedarf, das gestellte Angebot und die Entwicklungsschritte ab. Für die verantwortlichen PädagogInnen bietet der Entwicklungsplan eine Hilfe bei der Erstellung der Förderangebote und der Unterrichtsplanung.
  • Als langfristiges Ziel ist die Führung der individuellen Entwicklungspläne über den Zeitraum des Besuchs der Grundschule vorgesehen. Dieser könnte beim Übergang in die weiterführende Schule von den Eltern übergeben werden und eine wertvolle Planungshilfe für die PädagogInnen der Sekundarstufe I sein.

Beispiel SPIN-Modellregion Burgenland Süd

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