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Fördern im Kindergarten

Sprachförderung als durchgängiges Prinzip
Sprachliche Förderung ist fester Bestandteil der Aufgaben von Kinderbetreuungseinrichtungen (BildungsRahmenPlan). Sprachförderung im Kindergarten vollzieht sich quer durch alle Aktivitäten und Bildungsangebote im gesamten Alltag. Es wird damit sichergestellt, dass Kinder in einer hochbedeutsamen Entwicklungsphase in ihrem Erwerb von einer, zwei oder mehr Sprachen gedeihlich begleitet und unterstützt werden (siehe auch: Eltern). Kinder in diesem Alter bringen von sich aus optimale Voraussetzungen mit, Sprache/n zu erwerben, auszubauen und zu verfeinern: Sie wollen mit ihrer Neugier die Welt sprachlich entdecken und begreifen, sie wollen zu einer Gruppe dazugehören, mit anderen ihre Erlebnisse und Erfahrungen teilen, sich mitteilen.  

Gezielte, individuelle Förderung
Diejenigen Kinder, die noch nicht genügend Möglichkeit hatten, die deutsche Sprache ausreichend zu erwerben, werden in den Kinderbetreuungseinrichtungen durch ganz gezielte, individuelle Förderung in ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützt. Um genau zu erkennen, ob ein Kind einen besonderen Unterstützungsbedarf aufweist, werden alle Kinder spätestens 15 Monate vor Schuleintritt (siehe länderspezifische Umsetzungen) von geschulten PädagogInnen mit einem Beobachtungsverfahren zur Ermittlung der sprachlichen Kompetenzen aufmerksam und systematisch beobachtet. Das derart erhaltene Bild über die Sprachkompetenzen des Kindes wird als Grundlage für die Ableitung von individuell abgestimmten, kindgerechten Fördermaßnahmen herangezogen.

Anbahnung der Bildungssprache Deutsch

Die Förderung zielt neben dem Aufbau von sprachlich-kommunikativen Kompetenzen speziell auf die Unterstützung des Erwerbs von Sprachstrukturen (Satzbau und Wortformen), reichhaltigem Wortschatz sowie altersgemäßer Erzählfähigkeit ab. Sie sind wichtige Voraussetzungen für den erfolgreichen Umgang mit der Sprache der Schule, der Bildungssprache. Die Bundesländer haben dazu individuelle Modelle der Sprachförderung entwickelt.

Kontinuierliche Begleitung des Spracherwerbsprozesses
Die Fördermaßnahmen berücksichtigen, dass Spracherwerb im Allgemeinen sowie der Erwerb der deutschen Sprache im Speziellen ein fortlaufender Prozess mit eigenen Gesetzmäßigkeiten ist. Darauf sind die Förderinterventionen abgestimmt. Denn weder endet die Aneignung der Erstsprache noch die der Zweit(Dritt)Sprache Deutsch mit dem Kindergarten. Sie setzt sich vielmehr  kontinuierlich und schrittweise in der Schule fort. Der Bedeutung der Kontinuität der sprachlichen Begleitung des Kindes am Übergang von Kindergarten und Schule soll durch aktuelle Maßnahmen und Projekte verstärkt Rechnung getragen werden.

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